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Maltesische Körperschaften

Folgende geschäftliche Partnerschaften können in Malta eingetragen werden:

1. Limited Liability Company (nach Art der GmbH)
2. Partnership en commandite oder Limited Partnership (nach Art der Kommanditgesellschaft)
3. Partnership en nom collectif (nach Art der Kollektivgesellschaft)

Eine Maltesische Geschäftspartnerschaft hat eine andere Rechtspersönlichkeit als ihre Gesellschafter und gilt, so lange ihr Name im Maltesischen Handelsregister eingetragen ist. Darüber hinaus unterliegt eine gemäss Maltesischem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (Companies Act) gegründete und in Malta eingetragene Geschäftspartnerschaft den entsprechenden Maltesischen Gesetzesvorgaben, unabhängig davon, von wo aus die Geschäftspartnerschaft verwaltet und kontrolliert wird.

Eine Gesellschaft gilt als in Malta ansässig, wenn in Malta im Handelsregister eingetragen oder (im Fall einer nicht-Maltesischen Person oder Körperschaft) wenn die Gesellschaft von Malta aus verwaltet und kontrolliert wird. Die untenstehend beschriebenen Regelungen für Steuerbuchführung und –rückerstattung sind gültig für Maltesische Gesellschaften (einschliesslich Kommanditgesellschaften auf Aktien) und für ausländische Gesellschaften, die in Malta eine Niederlassung haben. Die Maltesische Gesellschaftssteuer beträgt 35 %.

Malta ist derzeit das einzige EU-Mitglied mit einem Vollanrechnungs-Steuersystem. Dies bedeutet, dass die der Gesellschaft belastete Steuer den Aktionären bei der Dividenenausschüttung voll angerechnet wird.

Demzufolge werden Aktionäre für erhaltene Dividenden nicht zweimal besteuert und können unter Umständen eine Steuerrückerstattung beantragen, falls das Einkommen des einzelnen Aktionärs zu einem niedrigeren Steuerfuss besteuert wird als dasjenige der Gesellschaft.

Das Maltesische Vollanrechnungs-Steuersystem wurde kürzlich von der EU-Kommission genehmigt.

Professional Investor Funds (PIF)

Die ständig zunehmende Attraktivität von Malta als Standort für offene Wertpapierfonds begann mit dem dringenden Bedarf eines Regelsystems für die Professional Investor Funds. PIFs sind für ordnungsgemässe offene Investmentfonds für alle Zwecke, jedoch mit bestimmten Definitionen, die sie einer minimalen Regulierung unterwerfen. Wie alle offenen Wertpapierfonds kann ein PIF die Form einer offenen oder geschlossenen Investmentgesellschaft annehmen - z.B. in Form einer SICAV, INVCO oder Kommanditgesellschaft. PIFs können eine von drei möglichen Formen annehmen: Entweder ein Extraordinary Investors PIF, wobei Investoren bestimmte Kriterien erfüllen und eine minimale Ersteinlage von EUR 750'000 tätigen müssen oder ein Qualified Investors PIF, wobei Investoren bestimmte Kriterien erfüllen und eine minimale Ersteinlage von EUR 75'000 tätigen müssen oder ein Experienced Investors PIF, wobei Investoren bestimmte Kriterien erfüllen und eine minimale Ersteinlage von EUR 10'000 oder dem Gegenwert einer anderen Währung tätigen müssen. Sowohl Extraordinary PIFs als auch Qualified PIFs unterliegen (unter bestimmten Bedingungen) keinen Investitions- oder Kreditfähigkeitslimiten. Allfällige Beschränkungen werden im Zeichnungsprospekt festgelegt. Für Experienced PIFs bestehen Investitionslimiten, zudem ist der Fremdfinanzierungsgrad auf 2:1 beschränkt. Die Managementfunktionen von PIFs, d.h. Depotbank, Fondsmanager, Fondsverwalter, Investmentberater (wenn zutreffend) usw. müssen nicht in Malta lizenziert sein. Jeder PIF muss jedoch einen rechtlichen Vertreter in Malta haben, der als Verbindungsglied zwischen den Fonds-Promotoren und der Regulierungsbehörde fungiert. Die Lizenzierungsprozedur ist sehr schnell und kostengünstig, der Anfangsbedarf an Aktienkapital ist minimal und die Unterhaltungskosten sind gering. Die Einheiten eines PIF können ausserdem an der maltesischen Börse notiert werden. Diese Alternative für offene Wertpapierfonds in Form eines PIF ist eine äusserst interessante und nützliche Möglichkeit für ganz unterschiedliche Szenarien … für Banken und Vermögensverwalter, die ihr Portfolio rationalisieren möchten; für Banken und Vermögensverwalter, die In-House-Fonds für ihre besten Kunden einrichten möchten; für Vermögensverwalter und Händler, die Specialty Funds einrichten möchten; für Berater, die ihn als Alternative oder in Verbindung mit Gesellschaften und Trusts verwenden möchten, um ein Familienvermögen zu planen oder aus Gründen einer strategischen Unternehmensplanung.... Attraktivität und Umfang eines PIF sind in der Tat sehr gross … und mit gutem Grund. Und ausserdem…..sind PIFs unbegrenzte Fonds (sie sind nicht für den lokalen Markt bestimmt), und sie sind in steuerlicher Hinsicht völlig neutral. Es besteht auch die Möglichkeit, diese Aktien an der maltesischen Börse zu kotieren.


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